Monza Chronograph Calibre 17 CR2080.FC6375


Video: Sportlich und agil. Die Monza ist kein Dresser. Sie ist eine Sportuhr durch und durch.

Die Uhr ist seit jeher Teil des Rennsports. Und die Uhr besitzt eine ganz eigene Geschichte in eben jenem Sport. Die Neuauflage ist eine der schönsten überhaupt von TAG Heuer: kompromisslos ehrlich, wertig und interessant. Erfahre alles über die Monza 2016 und tauche in die Historie des Rennsports ein, in eine Geschichte zweier Rivalen, über Respekt und einen verheerenden Unfall.

„Seit 1950 wird in der beschaulichen 122.000 Einwohnerstadt Monza der Große Preis von Italien ausgetragen.“

Fakten zur Monza 2016 CR2080.FC6375

Basisdaten
Referenz: CR2080.FC6375
Hersteller: TAG Heuer
Jahr: 2016
Geschlecht: Herrenuhr
Vergleichbare Uhren im gebrauchten Zustand
Zustand: 1 (sehr gut)
Preis: 3.900 € (UVP: 4700 Euro)
Uhrwerk
Uhrwerk: Automatikwerk
Kaliber/Werk: Calibre 17
Basiskaliber: ETA 2894-2, welches wiederrum auf das ETA 2892 basiert
Gangreserve: 42 Stunden
Durchmesser: 28,6 mm
Höhe: Wird nachgereicht
Anzahl Steine: 37
Schwingungen: 28.800 Halbschwingungen pro Stunde
Funktionen:
  •     Anzeige von Stunde, Minute, kleine Sekunde bei der 3, Datumsanzeige bei der 6, Chronoscope mit zentraler Stoppsekunde, 30-Minuten-Zähler bei 9 Uhr
  • Tachymeter
  • Pulsometer
Gehäuse
Material Gehäuse: Titan Grad 5 mit Titankarbid behandelt
Gehäuseform: oval
Durchmesser (ohne Krone): 42 mm
Höhe: Wird nachgereicht
Gewicht: 98 Gramm
Anstoßbreite: Wird nachgereicht
Wasserdicht: 100 Meter
Glas: Saphire
Zifferblatt: schwarz, mit zwei Totalisatoren und einem Datumsfenster
Ziffern: Keine, lediglich die Pulsometer- und Tachymeter-Skala.
Datumsanzeige: Ja
Wochentaganzeige: Nein
Vergrößerungslupe: Nein
Sichtboden: Nein
Zentralsekunde: Nein
Leuchtindizes: Ja
Leuchtzeiger: Ja
Drehbare Lünette: Nein
Verschraubte Krone: Ja
Heliumventil: Nein
Schnellschaltung: Nein
Krone: Ja mit Heuer Logo
Armband
Material Armband: Lederband
Farbe Armband: schwarz
Schließe: Faltschließe
Material Schließe: Titan Grad 5 mit Heuer-Logo

Monza von 1976 bis 2016

„Es gibt nur zwei echte Monza: Die von 1976 und die von 2016.“

Begebe dich mit mir auf eine historische Reise und tauche in die spannende Welt der einzigartigen Monza ein.

Station Nummer 1: Weltmeisterschaft der Formel 1

Es ist 1975: Niki Lauda gewinnt mit seinem Ferrari die Formel-1-Weltmeistschaft und beendet damit die elfjährige Nicht-Sieges-Serie von Ferrari. Um diesen denkwürdigen Titel zu feiern, entwirft Jack Heuer die Heuer Monza 1976.

Beim Zeitmesser dominiert die Farbe Schwarz und ganz im Sinne von Ferrari wurden einige rote Akzente gesetzt. Das Schwarz wurde durch eine physikalische Gasphasenabscheidung, kurz PVD, auf das Gehäuse aufgetragen. Die Monza 1976 basierte auf dem Carrera-Gehäuse der zweiten Generation.

Hollywood brachte 2013 mit dem Film „Rush“ den sportlichen Wettkampf zwischen Hunt und Lauda in die Kinos. Für die nötige Dramaturgie sorgte der schwere Unfall von Lauda 1976, als die Rennsportlegende mit seinem Ferrari ins Schleudern geriet und bei der Tragödie fast verbrannt wäre.

Station Nummer 2: Die Uhrenfans sehnen sich nach Heuer-Revivals

TAG Heuer hatte Ende der neunziger Jahre Re-Editionen von der Carrera und Monaco auf den Markt gebracht. Wegen des ausgesprochen großen Erfolgs hielt das Unternehmen an dieser Philosophie fest und überprüfte die Modelpallette nach geeigneten Zeitmessern. Entgegen den Erwartungen entschied sich die Manufaktur nicht für ein bekanntes Muster, sondern für ein Design ohne Modellbezeichnung. Die Entwürfe stammten aus den dreißiger Jahren und wurden verbessert beziehungsweise angepasst.

Dem Uhrenproduzenten fehlte nur noch ein geeigneter Name. Hier entschieden sich die Verantwortlichen für „Monza“. Damit waren alle Hürden beseitigt und die Monza 2000 ging in den Verkauf. Im Vergleich zum vermeintlichen Vorgänger von 1976 war diese Uhr mehr ein Dresser als eine Sportuhr. Nicht nur weil der Tachymeter und Pulsometer fehlten, sondern auch wegen des polierten Edelstahlgehäuses und den Armbändern.

Bis 2001/2002 wurde die Monza mit dem ehemaligen Heuer-Logo produziert. Danach ging die Uhr nur noch mit dem TAG-Heuer-Logo über die Ladentheke.

Im inneren der Monza schlägt entweder ein Calibre 17 oder Calibre 36, welches auf dem Manufakturwerk El Primero von Zenith basiert und chronometerzertifiziert ist.

Station Nummer 3: Neuaflage der Calibre 36

Im Jahr 2011 hat TAG Heuer eine limitierte Neuauflage der Calibre 36 mit dem Ziffernblatt der dreißiger Jahre produziert. Sie wurde lediglich über einen Zeitraum von einem Jahr gefertigt.

Station Nummer 4: Die bis dato schönste Monza

TAG Heuer hat mit der Monza 2016 nicht nur eine Neuauflage des 76er-Modells geschaffen, sondern dem Zeitmesser auch einen Vintage-Look verpasst. Deutlich wird dies beim Betrachten der Lumen-Streifen. Dabei handelt es sich um Vintage-Indexe mit orangem SuperLuminova™. Das Patent dafür trägt das Unternehmen Nemoto. Gegenüber den normalen Lumen besitzt die Weiterentwicklung eine höhere Leuchtkraft.

Das Ziffernblatt hat sich gegenüber dem Original nicht verändert. Einzig die Totalisatoren wurden ausgetauscht und symmetrisch auf einer Höhe angeordnet. Ein Unterschied fällt dem Uhrenliebhaber sofort auf: Die Krone hat sich bei der Inspiration auf der linken Seite befunden und wurde beim Re-Design nach rechts verlagert.

Besonders eindrucksvoll ist die Rückseite des legendären Chronographen. Das rot lackierte Heuer-Logo und der Monza-Schriftzug sind vorzüglich designt worden und beeindrucken mich jeden Tag aufs Neue.

Mein Urteil zur Tag Heuer Monza 2016 CR2080.FC6375

Kein Mainstream, keine Hommage, ausschließlich neue Ideen bringen eine durch und durch eigenständige Modellserie hervor.

Größe und Gewicht der Monza 2016 CR2080.FC6375

Die erste Monza hatte ein Durchmesser von 39 Millimetern. Vierzig Jahre später spendiert TAG Heuer der Neuauflage einen Durchmesser von 42 Millimetern. Das Unternehmen selbst möchte dem Zeitmesser damit einen maskulineren Look bescheren. Zweifelsohne ist dies gelungen. Ich empfand die Größe während des Tragens nie als störend. Kleine Uhren kommen am Arm einfach nicht gut zur Geltung.

Das Gewicht von 98 Gramm spielt unterdessen keine nennenswerte Rolle. Die Uhr spürte ich eigentlich kaum. Dies wird vermutlich am verbauten Titan liegen.

Design der Monza 2016 CR2080.FC6375

Die Uhr wirkt harmonischer und damit auch ruhiger. So würde ich meinen ersten Eindruck beschreiben. Die Totalisatoren wurden symmetrisch angeordnet und die Krone wandert von links nach rechts. Kurz und knapp: eine wirklich gelungene Neuauflage.

Ich persönlich empfinde zwei Dinge als nicht gelungen:

  1. Datumsfenster: Die Lumen der Zeiger sind nicht mehr weiß, sondern gelb. Ich hätte mir von TAG Heuer zwei alternative Lösungen bzw. Neuerungen gewünscht: Entweder hätte das Datumsfenster schwarz mit einer weißen Zahl darauf erscheinen müssen oder die Umrandung hätte gelb sein sollen. Damit wäre das Blattdesign aufgewertet worden. Aber das bleibt Geschmackssache.
  2.  Drücker: Die Drücker sind schön, allerdings gefallen mir die flachen Varianten bei der ersten Monza deutlich besser.

Die zwei Kritikpunkte bedeuten jedoch Jammern auf hohem Niveau, denn das Gesamtkonzept ist ohne Zweifel sehr gelungen.

Uhrwerk der Monza 2016 CR2080.FC6375

In der Monza schlägt ein Calibre17 mit Datumsanzeige. Zudem gibt es zwei Zähler: Einen bei neun Uhr als Minutenzähler und einen bei drei Uhr, der die laufende Sekunde anzeigt.

Die Basis bildet das ETA 2894-2, welches wiederrum auf dem ETA 2892 basiert. Die Gangreserve liegt bei 42 Stunden. Das Werk hat einen Durchmesser von 28 Millimetern. Pro Stunde werden 28.800 Halbschwingungen durchgeführt und die Anzahl der Steine liegt bei 37.

TAG Heuer Uhren mit einem Calibre17:

Pulsmesser der Monza 2016 CR2080.FC6375

Dass eine Uhr nicht nur zum Ablesen der Zeit dienlich ist, wissen wir spätestens seit der Breitling Navitimer und ihren diversen Rechenmöglichkeiten. Ähnlich ist das auch bei der Monza, denn wie beim Original kann mit der Uhr der Puls gemessen werden.

Auf einem Ring, auf dem auch aus das Tachymeter abgebildet ist, befindet sich das Pulsometer. Die abgebildete Pulsdruckskala reicht von 60 bis 200 und wurde zusätzlich rot akzentuiert. Um den Puls zu messen, muss der Chronometer beim erstmal gestartet und beim fünfzehnten Pulsschlag gestoppt werden.

Monza 2016 als Daily Rocker?

Von mir gibt es ein klares „JA“, wenn da nicht der Preis von 4.700 Euro wäre. Zunächst möchte ich allerdings auf die Alltagstauglichkeit eingehen. Dank des Lederarmbands bleiben Kratzer am Armband aus. Edelstahlarmbänder eignen sich meiner Ansicht nur bedingt für den täglichen Einsatz im Büro oder Außendienst. Die Gefahr eines Kratzers ist einfach zu groß und geht bei Luxusmarken wie TAG Heuer, Rolex oder Omega ganz einfach ins Geld. Dank der großen Löcher im Armband schwitzt der Träger auch bei sommerlichen Temperaturen nicht so schnell.

Einen weiteren Pluspunkt als Daily Rocker sammelt die Monza beim Material des Gehäuses, denn dies wurde aus dem widerstandsfähigen und somit sehr stoßfesten Titan Grad 5 gefertigt. Die Uhr verzeiht folglich die eine oder andere Unachtsamkeit. Das verwendete Saphirglas hält selbiges frei von kleinen Kratzern.

Anfänglich bin ich auf den Preis eingegangen. Wer mehrere Jahre auf solch ein schönes Stück spart, wird diese Uhr nur zu besonderen Anlässen tragen. Bei mir zumindest wäre das der Fall. Ich könnte mir nicht vorstellen, jeden Tag meine Monza am Arm zu tragen, denn im Falle einer Beschädigung würde ich mich zu sehr ärgern, selbst bei nur kleinen Kratzern. Dennoch, die Uhr ist – den Preis außer Acht gelassen – alltagstauglich und vor allem zeitlos.

Die Uhr habe ich ausschließlich für dieses Review dreißig Tage getragen und das sowohl auf der Arbeit wie auch in der Freizeit. Farblich kann die Uhr mit jedem Kleidungsstück kombiniert werden. Was nicht vergessen werden darf: Die Monza 2016 ist kein Dresser! Wer elegant gekleidet ist und dem Anlass entsprechend eine Uhr auswählen möchte, sollte lieber Uhren wie die Tag Heuer Formula 1 Gold WAZ1120.BB0879 in Betracht ziehen.

„Markantes Gehäuse, sportliches Design: Ein echter Hingucker eben.“

Mein Fazit zur Monza 2016

Eine Rolex Submariner oder eine Breitling Navitimer wird oft kopiert. Viele Hersteller bringen zudem eine Hommage auf den Markt. Die Monza 2016 bricht mit dieser Tradition und erzählt eine eigene Geschichte. Dies alles sind Punkte, die mir wirklich sehr gut gefallen. Das Gesamtkonzept überzeugt, was allerdings nicht verwundert, schließlich ist TAG Heuer nicht erst seit Red Bull Racing fest im Rennsport verankert.

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