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Die Rolex Neuheiten 2023 im Check

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Rolex Neuheiten 2023
Rolex Neuheiten 2023

Nun sind sie also endlich da: Die Rolex Neuheiten 2023. Viel ist diskutiert und geraten worden, wie die neuen Modelle von Rolex wohl aussehen werden, welche Modelle das Zeitliche segnen werden und wo es welche Veränderungen geben würde.

Wie immer waren viele der Gerüchte komplett falsch und praktisch aus der Luft gegriffen. Selbst nach dem ersten Rolex Trailer / Teaser, der vor einigen Tagen noch veröffentlicht wurde, war vieles noch unklar. Dass eine neue GMT Master II, eine neue Rolex Explorer und eine neue Cosmograph Daytona aus Platin erscheinen würden, war das einzige, das aus diesem kurzen Video entnommen werden konnte.

Nun sind die Änderungen da und es ist für viele eine erhebliche Überraschung. Zum ersten mal seit vielen Jahrzehnten bietet Rolex nun einen Sichtglasboden (im Falle der „Platona“, also der Platin Daytona), außerdem wurde ein neues Modell mit der „Rolex 1908“ vorgestellt. Diese Uhr erinnert an die frühen Versuche von Rolex, Armbanduhren für den Massenmarkt herzustellen. Aber die Änderungen im Detail:

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Vorweg: Die Rolex Milgauss wurde eingestellt

Viele haben es vermutet, bzw. befürchtet – nun ist es Realität. Die Milgauss hat endgültig das Rolex Lineup verlassen. Das war bereits vermutet worden, da der Magnetfeldschutz von nominell 1.000 Gauss und tatsächlich wohl zwischen 5.000 und 6.000 Gauss einfach nicht mehr zeitgemäß war. Auch das Uhrwerk war noch aus einer älteren Generation – ein Update für die bereits mehrfach ausgedünnte Milgauss Reihe wäre die einzige Alternative zur Einstellung gewesen.

Die Preise für bisher erschienene Milgauss Varianten dürften von dieser Entwicklung profitieren. Auch wenn die Rolex Milgauss lange keine sehr beliebte Uhr war: Zuletzt hat ihre Popularität als Einsteiger-Sportmodell doch erheblich zugenommen. Schade, dass diese faszinierende Uhr weg ist. Allerdings war diese bereits über viele Jahre nicht erhältlich, sodass ein Revival in einigen Jahren durchaus möglich ist.

Neuheit 1: Die neue Rolex Daytona Platin „Platona“

Die neue Platona dürfte für viel Furore sorgen. Das erste mal seit vielen Jahrzehnten zeigt Rolex eine Uhr mit Glasboden. Im regulären Lineup gibt es eine solche Uhr kein zweites mal, lediglich aus den Veredler-Studios von Artisans de Geneva und anderen „Tuning“-Firmen. Gleichzeitig hat die Daytona aber noch weitere Änderungen erfahren, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden.

Sieht man bei der neuen Rolex Daytona genau hin, fallen die längeren Indizes und die schmaleren Ränder um die Totalisatoren auf. Auch die Hörner scheinen geringfügig breiter geworden zu sein, das kann jedoch auch täuschen. Auf der Position der 6 befindet sich nun unter dem Index die für neue Modelle typische Rolex-Krone. Alles in allem wirkt die Uhr nun etwas größer, dennoch aber dezenter (eine Entwicklung, die auch mit den 41er Cases der Submariner zu sehen war).

Neuheit 2: Die Rolex Explorer 40

Puh, das hätte wohl kaum jemand gedacht. Nachdem die Explorer 39 eingestellt wurde, war die neue 36 Größe für viele Vintage-Enthusiasten ein wahres Geschenk. Endlich hatte die Explorer wieder die Abmessungen von 1953. Als kleine und handliche Abenteurer-Uhr, die eigentlich selbst bei Extremsport nicht stören sollte, war ein kleines Gehäuse immer schon praktischer. Mit 39 mm war sie zwar sehr gut im Alltag tragbar, die 36 mm standen der Uhr jedoch für Damen und Herren gleichermaßen extrem gut.

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Mit 40 mm ist die Explorer nun klar in zwei Reihen aufgeteilt: Die 36 mm Variante für Frauen und die 40 mm Variante für Männer. Die noch immer fehlenden Flanken an der Krone sorgen jedoch dafür, dass sich auch die 40 mm Variante deutlich angenehmer tragen dürfte, als dies bei einer 40 mm Sportuhr mit Kronenschutz der Fall sein dürfte. Alles in allem eine gelungene Neueinführung!

Neuheit 3: Bicolor GMT Master II mit Jubilee-Armband

Diese Neuheit war bereits aus dem Trailer von Rolex ersichtlich, da bei genauem Hinsehen eine goldene „8“ auf einer Lünette, sowie die beiden „II“ in „GMT Master II“ im Video zu sehen waren. Dass das Ganze nun am Jubilee-Armband daherkommen würde, war nun durchaus eine Neuheit. Eine tolle Neuvorstellung, die für die extrem beliebte GMT Master II Serie eine perfekte Ergänzung darstellt. Fans dieser Uhr müssen sich aber wohl recht lange gedulden: Die Warteliste für das neue Modell dürfte aus dem Stand mehrere Jahre betragen – so wie bei fast allen Neuvorstellungen der letzten Jahre.

Neuheit 4: Rolex Yacht Master in RLX Titanium

Bereits nach der Vorstellung der DeepSea Challenge war klar, dass Rolex mit dem neuen RLX Titanium ein neues Material ins Lineup aufgenommen haben dürfte, das nicht gekommen ist, um bald wieder zu verschwinden. Dass neue Uhren aus Titan vorgestellt werden würden, war für viele Beobachter nur eine Frage der Zeit. Dass es nicht die Submariner Serie, sondern die Yacht-Master I wurde, ist nur logisch und passt perfekt in das interne Bild der Rolex Modelle.

Die Yacht Master I wurde 1992 als luxuriösere Variante der Submariner vorgestellt. Die 42 mm wirken auch dank der Lünette und des Gehäuses viel wuchtiger als bei der 41 mm großen Submariner und Submariner Date. Der Farbton des Titans mit der mattschwarzen Lünette mit hervorstehenden Zahlen wirkt wie aus einem Guss und sieht einfach nur gut aus – eine tolle Uhr!

Neuheit 5: Die Rolex 1908 statt Cellini-Serie

Wer sich mit der Geschichte von Rolex etwas auskennt, der wird der Rolex 1908 viel abgewinnen können – für die große Masse an potentiellen Käufern wird dieses Modell aber nie eine ernsthafte Alternative zu den bekannten Sportuhren sein. Die Rolex 1908 ist eine Hommage an die 1931 vorgestellten ersten Modelle der Oyster Perpeutal. Nachdem 1926 das wasser- und staubdichte Oyster Case vorgestellt worden war, dauerte es nur 5 Jahre, bis Emile Borer bei der Firma Aegler den Perpetual Aufzug vollendet hatte.

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Mit der Rolex 1908 wird jedoch keine gänzlich neue Uhr eingeführt, sondern die bisherige klassische Linie von Rolex ersetzt. Die mittelmäßig beliebte, von Kennern aber sehr geschätzte Cellini-Serie ist komplett aus dem Markenportfolio verschwunden. Das mag für viele kein großer Verlust sein, in der Tat war es aber auch schon abzusehen. Bereits vor wenigen Jahren war das Cellini-Lineup auf eine einzige Referenz zusammengestrichen worden.

Neuheit 6: Neue Zifferblätter für Sky-Dweller, Oyster Perpetual und Day-Date

Dass neue Zifferblätter erhältlich sein würden, war für viele von Anfang an klar. Das ist bei Rolex beinahe jedes Jahr der Fall – entweder werden Zifferblätter, Armband-Variationen oder einfach beides geändert. Dass es nun die Sky-Dweller Serie trifft, ist wunderbar: Diese Serie steht wie keine andere für die ursprüngliche Vision, die Hans Wilsdorf für die Marke Rolex hatte – eine zuverlässige Uhr, die selten gestellt oder justiert werden muss. Die neuen grünen Blätter sehen hervorragend aus und passen perfekt zur ansonsten sehr klassischen Sportuhr. Hier befinden sich unter dem Index der 6 auf dem Zifferblatt nun aber nicht eine, sondern gleich 2 Rolex-Kronen. Anders ließe sich der Monat vermutlich kaum sinnvoll darstellen.

Auch die Oyster Perpetual und die Day-Date haben neue Zifferblatt-Varianten erhalten. Vor allem die Oyster Perpeutal „Celebration“ dürfte dabei sehr beliebt sein. Damit will Rolex laut eigener Aussage die 5 Farben der neuen „Stella“ Dials feiern. Warum dieses Blatt aber 2023 vorgestellt wurde, also in einem Jahr, das kein wichtiges Jubiläum der Oyster Perpetual Serie markiert, verwundert etwas. Dennoch handelt es sich um eine gelungene Uhr mit einem schönen Zifferblatt.

Fazit: Die Rolex Neuheiten 2023

Alles in allem gab es in den letzten Jahren viele Vorstellungen, die deutlich weniger imposant waren als die diesjährigen. Insbesondere die Einstellung von zwei Serien (Milgauss und Cellini), sowie die Einführung einer neuen (1908) in Kombination mit einem Sichtglasboden macht durchaus einiges her. Wie immer dürften die Wartelisten und Graumarktpreise für neue Modelle in kürzester Zeit enorme Höhen erreichen. Für die eigene Markenpflege hat Rolex sich dieses mal aber einen Gefallen getan – viele klassische Elemente der Marke wurden in den Neuvorstellungen vereint und zahlreiche Reminiszenzen an die Geschichte des Unternehmens finden sich in den modernen Uhren wieder.

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